Arbeitskämpfe, politische Widerstandsbewegungen und die soziale Revolution

Gegen Ausbeutung und schlechte Arbeitsverhältnisse: revolutionäre Organisierung in den Betrieben!

Der erste Mai ist der Tag der Arbeit. Seit jeher sehen progressive Arbeiter:innen in der Selbstorganisation am Arbeitsplatz, in den Betrieben und Fabriken einen Hebel für den Kampf gegen die zerstörerische Logik des Kapitals.

Heute ist die Arbeit im globalen Weltmarkt so unerträglich wie eh und jeh: Die Löhne stagnieren, während die Konsum- und Haushaltskosten kontinuierlich steigen. Die Arbeitslosigkeit nimmt zu – vor allem bei den Jugendlichen – bei gleichzeitiger Ausweitung des Niedriglohnsektors. Die zunehmende Digitalisierung von Arbeitsverhältnissen bringt unter dem Deckmantel der Flexiblität/des technologischen Fortschrittes neue Unsicherheiten und Ausbeutungsmechanismen hervor. 

Die Pandemie hat die Widersprüche zwischen Arm und Reich zusätzlich verstärkt. In der Schweiz sind bis zu 50’000 Menschen seit Beginn der Corona-Krise arbeitslos geworden und die Löhne der unteren Einkommensschichten sind bis zu 400 Franken gesunken. Gleichzeitig haben die 10 reichsten Menschen der Welt seit 2019 ihr Gesamtvermögen um eine halbe Billion US-Dollar erhöht. Gegen diese fortschreitende Ungleichheit gehen weltweit Menschen auf die Strasse, organisieren Proteste und leisten Widerstand: Philippinen, Kasachstan, Sudan, Mexiko um nur einige aktuelle Beispiele zu nennen.

Auch am Arbeitsplatz selber wird wieder vermehrt gekämpft, selbst in Sektoren in denen die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften gering eingeschätzt wurde und man davon ausging, dass sich Arbeiter:innen nur schlecht organisieren lassen. Die Charité-Pflegerinnen des Berliner Spitals konnten im letzten Jahr nach fünfmonatigem Streik die Klinikleitung dazu bringen, mehr Fachpersonen einzustellen und setzten so dem Spardiktat der deutschen Bourgeoisie etwas entgegen. In Polen mussten 2019 für kurze Zeit 80% der Schulen geschlossen werden, weil Lehrer:innen im ganzen Land ihre Arbeit niederlegen. Auch in der Schweiz organisierten sich Pflegearbeiter:innen während der Pandemie unter dem Postulat Care Work Unite gegen miese Arbeitsbedingungen.

In den vereinigten Staaten wurde vergangenen Oktober unter dem Hashtag #Striketober gefeiert, dass in etlichen Branchen abertausende von Menschen in den Streik traten: Von Pflegefachleuten beim Krankenhauskonglomerat Kaiser Permanente über Arbeiter:innen in der Landwirtschaftsmaschinen Produktion bei John Deer bis zu Handwerker:innen die auf Filmsets in Hollywood arbeiten.

Selbst in den Arbeitsgefügen des digitalen Kapitalismus regen sich Widerstände. Nach langem Ringen können sich bei Amazon Angestellte endlich gewerkschaftlich organisieren. 2018 beteiligten sich 20’000 Angestellte an einem “Google Walkout”, während sich auch in Zürich beim Tech-Giganten Arbeiter:innen zur Wehr setzen.

Mit den Pandemie-Lockdowns gewann der Food-Delivery Bereich massiv an Aufschwung. Es entsteht der Eindruck, in den kapitalistischen Zentren werden die Lieferant:innen langsam zur Speerspitze des digitalen Tech-Proletariats. Die Arbeiter:innen bei Gorilla, einem Fahrradkurierdienst aus Berlin, haben mit ihren wilden Streiks nicht nur international für Aufsehen gesorgt, sondern haben ihren Chefs auch richtig Dampf im Kessel gemacht. In Lausanne organisierten sich Arbeiter:innen des Lieferdienstes Smood und zwangen den Start-Up Unternehmer Marc Aeschlimann in die Knie. Berufe wie der der Velokurier:innen sind bekannt für die ultraflexibilisierten und unsicheren Arbeitsbedingungen. Ständig auf Abruf, getrieben von Anweisungen übers Smartphone und eine Austauschbarkeit der Arbeitskraft durch die Automatisierung zeichnen diese Arbeit aus. Hier stehen institutionalisierte und staatstragende Gewerkschaften an. Ihre starren Organisationsstrukturen werden den Herausforderungen der neuen Arbeitsverhältnisse nicht gerecht. Es scheint als hätten diese Organisationen die notwendige Perspektive einer radikalen Veränderung der Gesellschaft schon lange an den Nagel gehängt. Anstatt für den Klassenkampf von unten, stehen sie für Burgfrieden und Sozialpartnerschaft.

Dieses Vakuum füllen autonome Formen der Arbeitsorganisation und kleine kämpferische Basisgwerkschaften. In solchen Unionen gibt es keine bürokratische Gewerkschaftsführung, sondern alle Entscheidungen werden von der Basis demokratisch getroffen. Dazu kommt, dass viele dieser Organisationen am proletarischen Standpunkt festhalten, indem sie einen notwendig antagonistischen und nicht zu befriedigenden Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit ausmachen.

In solchen Entwicklungen liegen Potenziale und Anknüpfungspunkte zwischen organisierten Arbeiter:innen und revolutionären Kräften. In Solidarität mit allen Unterdrückten und Ausgebeuteten und mit Blick auf die politischen und sozialen Widerstandsbewegungen weltweit, gehen wir am ersten Mai auf die Strasse, um unsere historischen Aufgabe einen Schritt näher zu kommen: Die endgültige Überwindung des Kapitalismus!

Gemeinsam queerfeministisch und antirassistisch gegen Normen und System!

Gemeinsam antirassistisch und queerfeministisch agitieren 

Queerfeministische, antirassistische und antiableistische Kämpfe erleben starken gesellschaftlichen Gegenwind, nicht zuletzt dadurch, dass sie als Identitätspolitik abgewertet werden. Identitätspolitik als Begriff wurde von Schwarzen, queeren Feminist:innen erstmals verwendet, prangert strukturelle Diskriminierungen an und verortet deren Ursprung klar in kapitalistischen Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnissen. Diese Analyse und Kritik haben Schwarze queere Feminist:innen als Betroffene heraus erarbeitet und nannten es Identitätspolitik. Dementsprechend ist die Politik eines jeglichen Standpunkts (auch und insbesondere jener des cis-hetero, weissen, vermögenden Mannes) als Identitätspolitik zu verstehen. Wenn rechte Kommentator*innen und bürgerliche angebliche Intellektuelle über Identitätspolitik herziehen und in weiten Bevölkerungsgruppen Resonanz erfahren, steckt dahinter nicht nur eine Herabsetzung und Verharmlosung intersektionaler aktivistischer Ziele, sondern systematische Queer- und Transfeindlichkeit, sowie Rassismus und Ableismus. Die täglichen Erfahrungen in einem kapitalistischen, rassistischen, patriarchalen, queerfeindlichen und ableistischen System werden so unbedeutend und unsichtbar gemacht, unsere Kämpfe vereinzelt und als unwesentlich dargestellt.

Nicht erst seit der einseitigen Bereitschaft Europas weisse und white-passing Flüchtende aus der Ukraine aufzunehmen, erleben wir eine zutiefst rassistische, euro-nationalistische Grenzpolitik, in deren Mittelpunkt die profitorientierte und gewalttätige Grenzschutzagentur Frontex steht. An unterschiedlichen Orten erleben wir einen forcierten Angriff auf reproduktive Selbstbestimmung, wie die jüngst lancierten Initiativen der SVP zu Abtreibungen oder die fortschreitende Illegalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Polen und verschiedenen Bundesstaaten der USA. Die Covid-Pandemie zeigt zudem überdeutlich, dass dieses kapitalistische System grundlegend auf der un- und unterbezahlten Care-Arbeit, welche (migrantisierte) TINFLAQ* Personen leisten, basiert. Weltweit erleben wir täglich Feminizide und steigende Mordraten an trans Menschen. Wachsende institutionalisierte Queerfeindlichkeit offenbart sich neben der Gesetzgebung Ungarns auch in den Vorstössen des Parlaments in Guatemala und der «Don’t-Say-Gay-Bill» aus dem Bundesstaat Florida. Gleichzeitig mobilisieren faschistische Gruppen in Europa auf die Strasse und machen Unsagbares sagbar.

All diese Beispiele zeigen überdeutlich, wie sehr das kapitalistische System durch die Macht der besitzenden, bürgerlichen, rechten und staatlichen Kräfte auf Ableismus, Rassismus, dem Patriarchat und Heteronormativität gründet. Unsere Kämpfe und unsere Existenzen hinterfragen jedoch ihre grundlegenden Normen, bringen ihre ideologische und gewalttätige Herrschaft zum Zittern. Denn ohne die Ausbeutung unserer Körper und Arbeit kann das System nicht funktionieren.

Wir müssen uns deswegen mit der Komplexität und mehrschichtigen Verstrickung des kapitalistischen Systems auseinandersetzen und vereint kämpfen, wenn wir einen revolutionären Systemwandel erreichen wollen. Nur gemeinsam schaffen wir die patriarchale, zutiefst rassistische und ableistische Herrschaft ab, bis das Geschlecht keine Rolle mehr spielt. Gemeinsam erinnern wir uns an die revolutionären Ursprünge antirassistischer, queerfeministischer und antiableistischer Aufstände und geben uns mit staatlichen Zugeständnissen niemals zufrieden. Gemeinsam zertrümmern wir vorherrschende Vorstellungen von «Natur», Reproduktion, Arbeit, Familie, Zusammenleben und dem eigenen Selbst. 

Krise im Gesundheitswesen – Applaus ohne Klassenkampf ist reine Symbolpolitik

Gegen den Ausverkauf unserer Gesundheit: Streiken für ein solidarisches Gesundheitswesen!

Die Coronakrise hat verschiedene gesellschaftliche Widersprüche global wie lokal in rasantem Tempo derart verdichtet, dass Grundsätze der bürgerlichen Ordnung (Eigenverantwortung, Privatisierungen, Profitlogik) ihre barbarische Form offen zeigen mussten. So beispielsweise der Impfkolonialismus des Westens, der mit allen Mitteln versucht, eine Patentfreigabe der Impfstoffe zu verhindern. Die immensen Profite der westlichen Pharmakonzerne werden mit rassistischen Argumenten gerechtfertigt, wie zum Beispiel damit, dass der Aufbau einer Impfstoffproduktion im globalen Süden zu kompliziert sei. Eine Studie von «Ärzte ohne Grenzen» hat jedoch gezeigt, dass 120 Unternehmen in Afrika, Asien und Lateinamerika in wenigen Monaten bereit wären, Impfstoffe zu produzieren – allesamt von europäischen Zulassungsbehörden zertifiziert. Für die Profite von wenigen werden unzählige Corona-Tote und eine Verlängerung der Pandemie in Kauf genommen. Auch in der Schweiz hat die Coronapandemie mit über 11 000 Toten eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Dabei sassen keineswegs alle «im selben Boot»: Unter den zehn ärmsten Prozent der Bevölkerung mussten 28,5 von 100 000 Personen in Intensivpflege, bei den reichsten zehn Prozent waren es 13, weniger als die Hälfte.

Für das Gesundheitspersonal wurde zwar zu Beginn noch geklatscht, was aber angesichts der weiterhin vorangetriebenen Privatisierungen von Spitälern und Aushöhlungen von Arbeiter*innenrechten reine Symbolpolitik war. Dabei herrschte schon vor Corona Notstand im Gesundheitswesen. In der Schweiz wurden seit 1998 20% der Spitalbetter abgebaut, während gleichzeitig die Hospitalisierungen um 20% zugenommen haben. Die durchschnittliche Verweildauer in einem Spital lag 1998 bei 10 Tagen, 2018 lag diese bei 5.5 Tagen. Die Menschen sind in diesem Zeitraum natürlich nicht gesünder geworden, viel mehr werden durch Fallpauschalen und Effizienzdruck Entlassungen und strukturelle Unterversorgung zu profitablen Kostenersparnissen. Forderungen nach höherem Lohn werden nach Übermorgen (also nie) verschoben und wenig profitable Segmente wie die Reinigung ausgelagert. Das Spital Linde der Hirslanden Gruppe hat etwa, während die Coronazahlen im Dezember 2021 explodierten, mehreren Reinigungsfachkräften die kurz vor der Pensionierung standen gekündigt.

Doch die Pandemie hat auch vielen Beschäftigten im Gesundheitsbereich gezeigt, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind. Die Einen kündigen wegen dem immensen Druck, andere wehren sich mit Demonstrationen und Streiks. Wir stehen auf der Seite der Arbeiter*innen im Gesundheitswesen und kämpfen mit ihnen gegen die Profit- und folglich die Sparlogik der Spitäler. Für ein solidarisches Gesundheitswesen!

Gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlage: Kämpfen für ein revolutionäres Klima!

Die Klimakrise ist da, hier und jetzt. Die gewaltigen Überschwemmungen in Deutschland und auch der Schweiz letzten Sommer, die Dürren in Madagaskar und die immer grösser werdenden Waldbrände in Australien verdeutlichen das von Tag zu Tag. Dennoch wird weiter gewirtschaftet wie bisher und die ökologische Krise mit ihren sozialen Folgen verschärft sich zusehends. Einen kurzfristigen Rückgang der Emissionen haben bisher einzig die grossen Wirtschaftskrisen wie die Ölkrise in den 1970er-Jahren, die Finanzkrise von 2008 und die Coronapandemie im Jahr 2020 gebracht. Kein Wunder: Ein auf unendlichem Wirtschaftswachstum basierendes System auf einem endlichen Planeten kann nicht funktionieren. Die Hauptverursacher:innen sind klar: Die Wirtschaft mit ihren transnationalen Unternehmungen und die Regierungen, die ihnen mit ihrer Politik den Weg bereiten. Kurz: Die aktuell herrschende Klasse. Dass ihre Antwort auf die aktuelle ökologische Krise nicht in unserem Interesse ist, zeigt sich an aktuellen Beispielen: Gas- und Atomkraft wurden von der EU als “grün” klassifiziert oder es werden mit Ländern des globalen Südens internationale Abkommen getroffen, sodass sich die Schweiz noch mehr Emissionszertifikate kaufen kann. Zwischen einer lebenswerten Zukunft für uns und ihrem Profit entscheiden sie sich immer für letzteres.

Zukunft in die eigenen Hände nehmen!

Antworten auf die kapitalistische Perspektivenlosigkeit gibt es viele: Die kurdische Befreiungsbewegung setzt dem türksichen Faschismus die Revolution in Rojava entgegen. Unter den schwierigen Bedingungen des Krieges in Syrien baut sie eine Gesellschaft basierend auf den Grundsätzen von Ökologie, feministischer Befreiung und radikaler Demokratie auf. Während es nicht darum geht, die Ansätze von Rojava eins zu eins zu kopieren, zeigt uns die dortige Revolution eine Perspektive auf – und dass es möglich ist, eine ökologische, freiere Gesellschaft zu verwirklichen. Nicht nur in Rojava, sondern überall auf der Welt organisieren sich Menschen für eine ökologische und soziale Perspektive: Waldbesetzungen wie aktuell in Lützerath (DE) oder die internationale Klimabewegung nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand.

Tun wir das am diesjährigen Arbeiter:innenkampftag gleich und gehen wir zusammen auf die Strasse!

UPDATE: SMASH WEF 15.1.2022 -Gemeinsam gegen Krise, Staat und Kapital – Demo verschoben

UPDATE SMASH WEF DEMO

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt wurde das WEF in Davos abgesagt. Das heisst aber nicht dass wir still bleiben!

Die Demo am 15.1 um 18:00Uhr beim Stadelhofen ist nicht abgesagt, sondern verschoben auf dann, wenn das WEF in der Schweiz stattfindet. Dafür rufen wir am 15.1 auf, Aktionen zu machen. Direkt, bunt und hässig!

Bleibt aktiv! Wir sehen uns!

Aufruf Smash WEF Demo

Seit mehr als fünfzig Jahren kommen Politiker:innen und Vertreter:innen aus verschiedenen Branchen der Wirtschaft nach Davos zum World Economic Forum (WEF). Nachdem letztes Jahr das WEF pandemiebedingt ausfiel, schmückt sich die nächste Ausgabe mit dem Thema «Working Together, Restoring Trust».

Aber wer darf genau ans WEF gehen, wer arbeitet hier zusammen und wessen Vertrauen muss wiederhergestellt werden? Die Eingeladenen sind diejenigen Leute, die während der Pandemie, ohne einen Finger zu krümmen, ihr Vermögen um Abermillionen vergrössert haben. Es sind auch die Leute, die, wie man am letzten Klimagipfel gesehen hat, immer wieder leere Versprechen zur Klimakrise gemacht haben. Die geladenen Gäste stehen nicht für Fortschritt oder irgendeinen Neuanfang nach der Pandemie, sondern für eine Verschärfung der Ausbeutungsmechanismen und somit für die herrschenden Zustände auf der ganzen Welt!

Wir arbeiten nicht mit diesen Menschen zusammen. Wir vertrauen ihnen nicht. Wir sind es, die auch während der Pandemie an vorderster Front weitergearbeitet haben, sei es in den Spitälern oder auf dem Bau oder Zuhause. Wir sind es, die unbezahlte Überstunden geleistet haben und in die Büros mussten, trotz der hohen Ansteckungsgefahr. Unsere Interessen stehen ganz im Widerspruch mit dem Gesülze, das vom WEF kommt. Die Antwort auf die kapitalistische Krise liegt in der Solidarität und diese zeigen wir auf der Strasse!

Während der Klassenkampf am WEF in schöne Worte verwandelt wird, befindet sich die Welt an vielen Orten im Krieg oder steuert darauf zu und das nicht aus Zufall. In vielen Ländern der Welt gibt es einen Rechtsruck und reaktionäre Kräfte nutzen die Gunst der Stunde. Ob der faschistische Angriff der Türkei auf das emanzipatorische Projekt Rojava in Nordostsyrien oder die imperialistischen Interessen von Firmen wie Glencore im Chad: Kapitalismus bedeutet Krieg und Elend auf der Welt.

Das WEF und die Schweiz versuchen den Mächtigen dieser Welt ein ruhiges Hinterland zu bieten, in welchem sie sich ungestört austauschen und präsentieren können. Unser Widerstand richtet sich gegen diejenigen, die sich an Wirtschaftsgipfeln treffen, um Spitäler zu privatisieren, Impfstoffpatente nicht freizugeben und somit die Krise zu verantworten haben und von ihr profitieren. Es ist notwendig die Ruhe in ihrem Hinterland zu stören und etwas gegen das Funktionieren des kapitalistischen Systems zu tun.

Deshalb rufen wir auf zur interregionalen, grossen und unbewilligten Demonstration am 15.1.22 um 18 Uhr am Stadelhofen in Zürich. Gemeinsam gegen Krise, Staat und Kapital!

10.7.2021 Demo wir tragen eure Krise nicht!

Der Sommer ist da, die Fall-Zahlen rückläufig, die Schweiz hat sich ein fettes Stück vom globalen Impfkuchen gesichert und die Aktienkurse steigen: Ende gut, alles gut also, und Zeit, Strandferien zu buchen, wie uns die Wirtschaftsverbände und Tourismussektoren weismachen wollen?

NEIN. Zeit, auf die Strassen zu gehen und zu kämpfen! Denn nichts ist gut. Nicht für uns!

Für uns, die wir keine Aktien haben, sondern nach einem Jahr Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit pleite sind. Für uns, deren Renten und Bildung zwecks Bezahlbarmachung von Investitionsprogrammen angegriffen werden. Für uns, deren Verwandte gestorben sind, weil die Wirtschaft um jeden Preis am Laufen gehalten werden musste. Für uns Frauen* und FLINTA, die wir noch mehr unbezahlte Care-Arbeit ausrichten müssen und uns überall auf der Welt verschärfter patriarchaler Gewalt ausgesetzt sehen. Für uns Jugendliche, die keine Chance haben, auf August eine Lehrstelle zu finden. Für unsere Geschwister im globalen Süden, deren Gesundheit einmal mehr dem Patentschutz untergeordnet wird und für unsere Freund*innen, die an den verriegelten Toren Europas ermordet werden.

Kurz, für alle jene, für welche das kapitalistische Ausbeutungs- und Unterdrückungs-System schon lange vor der Pandemie scheisse war, für die gibt es heute erst recht nichts zu jubeln. Aber vergessen wir nicht, es ist nicht einfach nur ein Virus, der die bestehenden Ungleichheiten vertieft hat, sondern der Umgang mit dessen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Nebenwirkungen seitens derer, die über eine Entscheidungsmacht verfügen. Es sind dieselben Entscheidungsmachttragenden mit denselben (Profit-) Interessen, welche für sich in Anspruch nehmen, auch in Zukunft zu entscheiden, wer die Kosten dieser Krise (und anderer, wie etwa jener des Klimas) zu tragen hat.

Und wieder sagen wir: NEIN. Es ist Zeit, jenem gut geölten Herrschaftsapparat mit all seinen Wirtschaftsbossen, Politiker*innen, Medien und Bullen in die Beine zu grätschen. Wir werden ihnen nicht morgen die Entscheidungsgewalt abringen können. Aber jeder öffentliche Widerspruch, jeder gemeinsame Moment auf der Strasse ist ein Sandkorn in ihrem Getriebe und gleichzeitig ein kleiner, notwendiger Schritt hin zu jenem Tag, an welchem wir genügend stark sind, ihre Ordnung ins Wanken zu bringen.

1. Mai – 21.Mai – 14.Juni: Bringen wir unsere Erfahrungen, unsere Wut und unsere Hoffnungen auf der Strasse zusammen! Raus am 10. Juli um 16:00Uhr auf den Bullingerplatz.

Wir tragen eure Krise nicht – kämpfen, streiken, enteignen!

Heraus zum 1. Mai 2021!

Wir tragen eure Krise nicht – kämpfen, streiken, enteignen!

Nach über einem Jahr Corona sollte allen klar geworden sein, dass das grösste Problem dieser Krise nicht nur ein Virus, sondern vor allem das System ist, auf das es trifft. Unsere schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen sind nicht naturgegeben, sondern das Resultat einer Wirtschaft, welche den Bonzen auf Kosten der Lohnabhängigen ihre Profite sichert. Die Profite gibt es nur, weil die arbeitende Klasse zur Lohnarbeit gezwungen wird, Pandemie hin oder her. Kapitalismus bedeutet: Ihre Profite, unsere Toten. 
Auch patriarchale Strukturen, Rassismus und viele andere Unterdrückungsformen werden durch die Krise nicht erst hervorgerufen, sondern verschärft. Wichtig ist, dass wir den Zusammenhang zwischen allen Problemen erkennen. So sind die Lager in Moria das Resultat neokolonialer Ausbeutung und Kriege, die unterbezahlte und unbezahlte Care-Arbeit Resultat einer patriarchal organisierten Wirtschaft und die Klimakrise die Folge profitgetriebener Ausbeutung der Natur. Der alltägliche Rassismus führt zur Spaltung der arbeitenden Klasse. Und die erstarkenden faschistischen Kräfte, die alles linke und “fremde” bekämpfen wollen, kommen den Bonzen mehr als gelegen.
Die Krise kann nicht im Parlament gelöst werden, weil dieser Staat ein bürgerlicher Staat ist, der die Macht der Besitzenden schützt, indem er linke Anliegen zähmt. Nur eine soziale Revolution kann uns zu einem guten Leben verhelfen. Die Antwort auf die Krise heisst: kämpfen, streiken, enteignen! Der Weg dazu führt auf die Strasse – organisieren wir uns und kämpfen wir gemeinsam.

Workers of the world unite! Klasse gegen Klasse!
Nehmen wir uns die Strasse – am 1. Mai und darüber hinaus!

Communiqué Demo 27.3.21

Wir tragen eure Krise nicht!

In der Coronapandemie zeigt sich deutlich: Das Leben vieler Menschen wird geopfert, um weiterhin unaufhaltsam die Profitmaschine der Besitzenden in Gang zu halten – anstatt die Pandemie auf Basis von medizinischem Wissen radikal und solidarisch zugunsten aller einzudämmen. Aus diesem und vielen weiteren Gründen hat der Zämeschluss dazu aufgerufen, heute am 27. März zu demonstrieren.

Ca. 500 Personen sind dem Aufruf gefolgt und haben ihre Wut und den Widerstand vom Hardplatz aus auf die Strassen Zürichs getragen.

Aufgrund eines immenesen Polizeiaufgebots konnten wir nicht unsere geplante Route laufen und viele der geplanten Reden konnten nicht gehalten werden. Trotz der harten Repression gelang es uns, uns mit mehreren kleineren Demonstrationen die Strassen im Kreis 3 zu nehmen.
In Zeiten, in denen schon lange bestehende Probleme und Krisen um ein vielfaches verstärkt werden, die Auswirkungen aber oftmals alleine getragen werden müssen, war es umso wichtiger sich zusammen die Strasse zu nehmen und gemeinsamen linken Inhalten wortwörtlich Raum zu geben. Auch durch die heutigen Repressalien seitens der Stadtpolizei lassen wir uns nicht einschüchtern und werden uns auch in den nächsten Tagen und Wochen selbstbestimmt die Strasse nehmen!

Wir solidarisieren uns mit all jenen Menschen, die von der Pandemie am härtesten getroffen werden, weil ihre prekäre Lebens- und/oder Arbeitssituation massiv verschlechter wurde.
Global zeigt sich, dass vor allem die Klasse der Lohnabhängigen in Jobs arbeiten muss, die zu sogenannten Vorerkrankungen führen, die zu wenig Lohn abwerfen, als dass eine gesunde Ernährung und eine genügende Gesundheitsvorsorge möglich wäre. Oder aber sogar, dass viele Menschen schlicht mit dem Verlust ihrer Arbeit alleine auf der Strasse stehen gelassen werden. Besonders betroffen sind dabei Menschen, die rassistischer und sexistischer Diskriminierung ausgesetzt sind, welche sich auch in der jeweiligen ökonomischen Situation wiederspiegelt; Menschen, die unter strukturellem Rassimus leiden, haben noch mehr Mühe einen Job zu finden und FTIQ Personen, die zuhause im Home Office arbeiten, leiden neben der allzu oft von ihnen geleisteten unbezahlten Carearbeit vermehrt unter häuslicher Gewalt. Auch Arbeiter*innen im Gesundheitswesen riskieren tagtäglich ihr Leben bei der Pflege von Covid-19 Patient*innen, welches immer noch kaputtgespart und weiter privatisiert wird.
All dies macht offensichtlich, dass die aktuelle Pandemielage eine Krise ist, die bestehende Unterdrückungsformen verstärkt und die Widersprüche unseres Systems noch offener zu Tage treten lässt – und die Menschen dafür aufkommen müssen, die sowieso schon am meisten darunter leiden.

Auch wenn die Stadt und ihre (fast) allzeit bereite, neu behelmte Kasperligruppe die Spuren des heutigen Tages so schnell wie möglich unsichtbar zu machen versuchen werden – wir haben gezeigt, dass wir viele sind, dass wir wütend sind, dass wir die Krise nicht weiterhin still tragen! Bleiben wir widerständig, schliessen wir uns zusammen, und passen wir auf uns auf! Denn anders als die Verschwörungsgläubigen, die sozialdarwinistischem Geschwafel Tür und Tor öffnen und munter von rechten Kräften und Faschos unterwandert werden, sehen wir die Krise nicht erst seit Corona wüten – schon vor der Pandemie zeigte das kapitalistische System tagtäglich seine strukturelle Gewalt und seine ausbeuterische Unmenschlichkeit.

Diese Pandemie führt uns also einmal mehr klar vor Augen, dass das kapitalistische System für die allermeisten kein befriedigendes, gesundes und sicheres Leben zu bieten hat. Somit ist offensichtlich, dass ein gutes Leben für alle nur jenseits des Kapitalismus möglich ist.

Kämpfen wir weiter für eine solidarische Gesellschaft fernab von Ausbeutung und Unterdrückung! Kämpfen wir von der Schule zur Pflege, von der Fabrik zu den Büros, von den Knästen bis hin zu den Asyllager!
Gemeinsam sind wir stark – De Zämeschluss

Das Radioprogramm zum Tag nach hören auf https://www.megahex.fm/archive

Aufruf Aktionstag 27.3.2021, DE, F, ES

Wir tragen eure Krise nicht!

In der Coronapandemie zeigt sich deutlich: Das Leben vieler Menschen wird geopfert, um weiterhin unaufhaltsam die Profitmaschine der Besitzenden in Gang zu halten – anstatt die Pandemie auf Basis von medizinischem Wissen radikal und solidarisch zugunsten aller einzudämmen.

Die gegenwärtige Pandemie trifft jene Menschen am härtesten, die auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind, die auf engem Raum arbeiten müssen, die in einem Mehrgenerationenhaushalt wohnen oder gar in Lagern oder in Gefangenschaft leben müssen. Als ob dies nicht genug wäre, werden viele Arbeitende ihrer Existenzgrundlage beraubt, ohne jegliche finanzielle Absicherung. Für Chefs sind Massenentlassungen eine Massnahme um ihre Stellung in der Wirtschaft zu sichern. Dabei ist es ihnen egal, wenn dadurch vielen Menschen die Lebensgrundlage unter den Füssen weggezogen wird. Bei der Swiss gab es sogar Massenentlassungen, nachdem der Bund ihnen 1.5 Milliarden Franken als Absicherung ausgesprochen hat. Im Gegenzug hat sich die Spitze der Swiss absurd hohe Dividenden auszahlen lassen.

Ansteckungen mit dem Covid-19 Virus sind – nebst den älteren Generationen – besonders für Menschen mit einem grossen Risiko verbunden, die an einer Vorerkrankung leiden und einen mangelnden Zugang zur gesundheitlichen Pflege haben.
Global zeigt sich, dass vor allem die Klasse der Lohnabhängigen in Jobs arbeiten muss, die zu sogenannten Vorerkrankungen führen, die zu wenig Lohn abwerfen, als dass eine gesunde Ernährung und eine genügende Gesundheitsvorsorge möglich wäre. Oder aber sogar, dass viele Menschen schlicht mit dem Verlust ihrer Arbeit alleine auf der Strasse stehen gelassen werden. Besonders betroffen sind dabei Menschen, die rassistischer und sexistischer Diskriminierung ausgesetzt sind. Welche sich nicht zuletzt, auch in der jeweiligen ökonomischen Situation widerspiegelt. Menschen, die unter strukturellem Rassimus leiden, haben noch mehr Mühe einen Job zu finden und FTIQ Personen, die zuhause im Home Office arbeiten, leiden neben all der unbezahlten Carearbeit die sie leisten, vermehrt unter häuslicher Gewalt . Und Arbeiterinnen im Gesundheitswesen riskieren tag täglich ihr Leben bei der Pflege von Covid-19 Patient*innen, welches immernoch kaputtgespart und weiter privatisiert wird. 
All dies macht offensichtlich, dass die aktuelle Pandemielage eine Krise ist, die bestehende Unterdrückungsformen verstärkt und die Wiedersprüche unseres Systems noch offener zu Tage treten lässt. Und es auf die Menschen abgewälzt wird, die am meisten darunter leiden.

Mir sind hässig!

Diese Pandemie führt uns klar vor Augen, dass das kapitalistische System für die allermeisten kein befriedigendes, gesundes und sicheres Leben zu bieten hat. Täglich sehen wir, dass diese Wirtschafts- und Gesellschaftsform nicht zum Wohle der Menschen da ist, sondern dass der Profit im Kapitalismus über der Gesundheit steht!
Somit ist offensichtlich, dass ein gutes Leben für alle nur jenseits des Kapitalismus möglich ist.

Als Revolutionär*innen kämpfen wir dafür, dass die Coronapandemie nicht auf die untere Klasse abgewälzt wird. Es ist an uns, Druck von unten aufzubauen, die Unmenschlichkeit dieses Systems aufzuzeigen und dieses unmittelbar anzugreifen. Dass dies möglich ist, zeigt sich überall auf der Welt in unterschiedlichsten Formen:

– Im März 2020 haben Streiks im Tessin dazu geführt, dass die Arbeit auf den Baustellen eingestellt wurde.

– Im November 2020 nahmen sich in Indien 250 Millionen Menschen die Strasse, um für ihre Existenz während und nach der Krise zu kämpfen.

– Im März 2020 kam es in Italien zu massiven Gefängnisaufständen bis hin zu Massenfluchten, da ihnen jegliche Besuche und das Bewegen an der frischen Luft verboten wurde.

– Im Januar 2021 streikten ganze Schulklassen an einer Berufsschule in St.Gallen, da sie schlicht keinen Bock mehr hatten, ihre Gesundheit in den zu kleinen Räumen zu riskieren.

– Im März 2020 streikten Arbeiter*innen erfolgreich in Norditalien für angebrachte Schutzmassnahmen und bessere Arbeitsbedingungen während der Pandemie.

Der öffentliche Raum und die Strasse spielen während der momentanen globalen Krise eine zentrale Rolle und haben eine unabdingbare Relevanz. Es muss betroffenen Menschen möglich sein, ihre Kämpfe zu verbinden und diese auf die Strasse zu tragen, um der menschenfeindlichen Handhabung dieser Krise entgegenzuwirken. Zudem lassen wir nicht zu, dass sich reaktionäre und rechte Kräfte das politische Spielfeld in unsicheren Zeiten für ihre Propaganda zunutze machen.

  • Vereint können wir alles stilllegen! Kämpfen wir von der Schule zur Pflege, von der Fabrik zu den Büros, von den Knästen bis hin zu den Asyllager!
    Gemeinsam gegen den Kapitalismus! Für eine solidarische Gesellschaft fernab von Ausbeutung und Unterdrückung!

Wir tragen eure Krise nicht! Aus den oben genannten Gründen, und vielen mehr, gehen wir am 27. März 2021 gemeinsam mit Masken auf die Strasse. Um 15:00 auf dem Hardplatz in Zürich! Kommt alle, denn nur gemeinsam sind wir stark!

De Zemmeschluss!

Française

Nous n’endosserons pas votre crise !

La pandémie de Corona montre clairement que la vie de nombreuses personnes est sacrifiée pour faire tourner la machine à profits des nantis – au lieu de contenir la pandémie radicalement et solidairement sur la base des connaissances médicales pour le bien de tou.te.s.

La pandémie actuelle frappe plus durement les personnes qui dépendent des transports publics, qui doivent travailler dans des espaces confinés, qui vivent dans des ménages multigénérationnels, ou qui doivent même vivre dans des camps ou en captivité. Comme si cela ne suffisait pas, de nombreux travailleu.ses.rs sont privé.e.s de leurs moyens de subsistance, sans aucune sécurité financière. Pour les patrons, les licenciements massifs sont une mesure pour assurer leur position dans l’économie. Elles.Ils ne se soucient pas que les moyens de subsistance de nombreuses personnes soient supprimées. Chez Swiss, il y a même eu des licenciements massifs après que le gouvernement suisse leur a donné 1,5 milliard de francs comme garantie. En retour, les hauts responsables de Swiss ont reçu des dividendes absurdement élevées.

Les infections par le virus Covid-19 sont particulièrement risquées pour les personnes qui sont vulnérables et n’ont pas accès aux soins de santé.
Partout dans le monde il apparaît que c’est principalement la classe salariée qui doit travailler dans des emplois qui entraînent des conditions dites précaires, qui paient trop peu pour une alimentation saine et des soins de santé suffisants. Ou même que de nombreuses personnes se retrouvent tout simplement à la rue avec la perte de leur emploi. Les personnes exposées à la discrimination raciste et sexiste sont particulièrement touchées. Les personnes qui souffrent de racisme structurel ont encore plus de mal à trouver un emploi et les FTIQ qui pratiquent teletravail souffrent, en plus de toutes les tâches de soins supplémentaires, de plus en plus de violences domestiques. Et le personal soignant risque leur vie tous les jours en s’occupant des patient.e.s du programme Covid-19, qui continue d’être réduit et privatisé.
Tout ceci rend évident que la situation pandémique actuelle est une crise qui renforce les formes d’oppression existantes et rend les contradictions de notre système encore plus évidentes. Et elle est déversée sur les personnes qui souffrent le plus.


Nous sommes faché.e.s !

Cette pandémie nous démontre clairement que le système capitaliste n’offre pas de vie satisfaisante, saine et sûre à la grande majorité. Nous constatons chaque jour que ce système économique et social n’est pas pour le bien du peuple, mais que le profit prime sur la santé dans le capitalisme !
Il est donc évident qu’une bonne vie pour tou.te.s n’est possible qu’au-delà du capitalisme.

En tant que révolutionnaires, nous luttons pour que la pandémie de corona ne soit pas transmise à la classe inférieure. C’est à nous de faire pression depuis la base, de montrer l’inhumanité de ce système et de l’attaquer directement. Le fait que cela soit possible est démontré dans le monde entier sous des formes très diverses :

– En mars 2020, des grèves au Tessin ont entraîné la suspension des travaux sur les chantiers.

– En novembre 2020, 250 millions de personnes en Inde se sont réunies dans la rue afin de lutter pour leurs moyens de subsistance pendant et après la crise.

– En mars 2020, l’Italie a connu des émeutes massives dans les prisons, au point de provoquer des exodes massifs, car elles étaient interdites de toute visite et de tout déplacement à l’air libre.

– En janvier 2021, des classes entières d’une école professionnelle de Saint-Gall se sont mises en grève, car elles ne voulaient tout simplement plus risquer leur santé dans des salles trop petites.

– En mars 2020, les travailleurs se sont mis en grève avec succès dans le nord de l’Italie pour obtenir des mesures de protection appropriées et de meilleures conditions de travail pendant la pandémie.

L’espace public et la rue jouent un rôle central dans la crise mondiale actuelle et sont d’une pertinence indispensable. Les personnes touchées doivent pouvoir unir leurs forces et les faire visible dans la rue pour contrer la gestion anti-humaine de cette crise. En outre, nous ne permettrons pas aux forces réactionnaires de droite d’exploiter le terrain de jeu politique en période d’incertitude pour leur propagande.

Unis, nous pouvons tout arrêter ! Combattons ensemble : de l’école à l’hopitâl, de l’usine au bureau, de la prison au camp d’asile !
Ensemble contre le capitalisme ! Pour une société solidaire loin de l’exploitation et de l’oppression !

Nous n’endosserons pas votre crise ! Pour ces raisons, et bien d’autres encore, nous nous réunissons dans la rue avec des masques le 27 mars 2021.
A 15h00 sur la Hardplatz à Zürich

Español

¡No soportaremos su crisis!

La pandemia de Corona muestra claramente: se está sacrificando la vida de muchas personas para mantener la ganancia de la clase propietaria en lugar de contener radicalmente la pandemia sobre la base de los conocimientos médicos, solidari@ y en beneficio de tod@s.

La pandemia actual está afectando más a las personas que dependen del transporte público, que tienen que trabajar en espacios reducidos, que viven en hogares multigeneracionales o incluso que tienen que vivir en campamentos o en cautividad. Por si fuera poco, a much@s trabajador@s se les está roband@ su sustento, sin seguridad financiera. Para l@s empresari@s, los despidos masivos son una medida para asegurar su posición en la economía. No les importa que el sustento de muchas personas les sea arrancado de sus pies. En Swiss hubo incluso despidos masivos después de que el gobierno suizo les diera 1.500 millones de francos como garantía. A cambio, la gerencia de Swiss ha cobrado dividendos absurdamente altos.

Las infecciones por el virus Covid-19 -además de las generaciones mayores- son especialmente arriesgadas para las personas que tienen una enfermedad preexistente y carecen de acceso a la atención sanitaria.
A nivel mundial, es evidente que es sobre todo la clase proletaria que tiene que trabajar en empleos que conducen a enfermedades previas y que pagan demasiado poco para una alimentación sana y una atención sanitaria suficiente. O incluso que muchas personas se queden solas en la calle con la pérdida de sus empleos. Se ven especialmente afectadas las personas expuestas a la discriminación racista y sexista. Lo cual se refleja, entre otras cosas, en la respectiva situación económica. Las personas que sufren el racismo estructural tienen aún más problemas para encontrar un empleo. Las personas FTIQ que trabajan en casa y en oficina doméstica sufren más violencia doméstica además de todo el trabajo de cuidados no remunerado que realizan. Y l@s trabajador@s de la sanidad se juegan la vida cada día atendiendo a l@s pacientes de Covid-19 y trabajan en un sector que sigue siendo recortada y privatizada.
Todo esto hace evidente que la actual situación de pandemia es una crisis que refuerza las formas de opresión existentes y hace aún más evidentes las contradicciones de nuestro sistema.

¡Estamos enfada@s!

Esta pandemia nos demuestra claramente que el sistema capitalista no concede una vida satisfactoria, sana y segura a la gran mayoría. ¡Cada día vemos que este sistema económico y social no es para el bien del pueblo, sino que el beneficio está por encima de la salud en el capitalismo!
Por lo tanto, es obvio que una vida buena para tod@s no es posible en el capitalismo.

Como revolucionari@s, luchamos para que las consecuencias de la pandemia no sean transmitidas a la clase baja. Toque nosotr@s hacer presión desde abajo, mostrar la inhumanidad de este sistema y atacarlo directamente. Que esto es posible se está demostrando en todo el mundo de formas muy diversas:

– En marzo de 2020, las huelgas en el Tessin provocaron la suspensión de los trabajos en las obras.

– En noviembre de 2020, en la India 250 millones de personas salieron a la calle para luchar por sus medios de vida durante y después de la crisis.

– En marzo de 2020, en Italia se produjeron masivos motines en las cárceles hasta éxodos como consecuencia de la prohibición de cualquier tipo de visita o movimiento al aire libre.

– En enero de 2021, clases enteras de una escuela de formación profesional de St. Gallen se pusieron en huelga, porque sencillamente no querían seguir arriesgando su salud en unas aulas demasiado pequeñas.

– En marzo de 2020, en el norte de Italia, las trabajador@s se declararon en huelga con éxito para exigir medidas de protección adecuadas y mejores condiciones de trabajo durante la pandemia.

El espacio público y la calle desempeñan un rol central durante la actual crisis mundial y tienen una relevancia indispensable. Debe ser posible que l@s afectad@s unan sus luchas y las lleven a la calle para contrarrestar la gestión antihumana de esta crisis. Además, no permitiremos que las fuerzas reaccionarias y de derecha exploten la política en tiempos inciertos para su propaganda.

¡Unid@s, podemos cerrarlo todo! Luchemos desde las escuelas hasta el cuidado, desde las fábricas hasta las oficinas, desde las cárceles hasta los campos de asilo.
¡Junt@s contra el capitalismo! ¡Por una sociedad solidaria lejos de la explotación y la opresión!
¡No llevamos su crisis! Por las razones anteriores, y muchas más, iremos junt@s (con máscaras) a la calle: el 27 de marzo de 2021. A las 15:00 en la Hardplatz de Zúrich.
¡Venid tod@s, porque sólo junt@s somos fuertes!

Gemeinsam gegen Kapitalismus

Die ganze Welt befindet sich mitten in der Corona-Pandemie. Das anhaltende Gefühl einer globalen Krise muss jedoch als Kapitalismus- und nicht als Corona-Krise benannt werden. Das Coronavirus ist neu, doch die Zusammenhänge zwischen der Entstehung und Verbreitung von Viren und der kapitalistischen Weltordnung sind altbekannt und gut erforscht.
Erstens tragen kapitalistische Produktionsverhältnisse (z.B. Industrielle Land- und Viehwirtschaft, die Rodung von Wälder usw.) zur Entstehung von Viren bei. Zweitens verbreiten sich Viren erst durch die Globalisierung und den transnationalen Handel auf der ganzen Welt. Dazu kommt, dass drittens in einem Wirtschaftssystem, indem die vorhandenen Ressourcen ungleich verteilt sind, auch ein Virus ungleich bekämpft wird: Arme Menschen, Präkarisierte und von Diskriminierung Betroffene sind viel stärker von der Pandemie betroffen als die Reichen und Wohlhabenden dieser Welt.

Die Widersprüche zwischen arm und reich verschärfen sich in der Krise. Die Mehrkosten, die durch die Einschränkungen der Wirtschaft entstehen, sind immens. Damit die Besitzenden nicht mit ihrem angehäuften Reichtum für diese Kosten aufkommen müssen, führen sie einen rücksichtslosen Verteilungskampf von oben nach oben.

Jetzt, wo die Wirtschaft einknickt, sind die Ärmsten die ersten, die nicht mehr genug zum Leben haben. Den Reichsten geht es dagegen besser denn je, ihre Vermögen wachsen während Corona weiter an, denn:
auch die Milliarden gesprochenen Kreditbürgschaften, Kurzarbeitsgelder und andere Hilfen, wandern schlussendlich in Form von Mieten, Krankenkassenprämien und Konsum-ausgaben wieder nach oben in die Taschen der Besitzenden.
Die Hilfspakete sind nicht in erster Linie dazu da, den Menschen zu helfen. Sie sind dazu da, das Wirtschaftswachstum sicher zu stellen und die Profite der Reichen zu garantieren. In der wirtschaftsliberalen Logik ist das Wohlergehen der Aller nicht relevant. Was zählt ist, dass weiter konsumiert wird. Auf wessen Kosten wird immer offensichtlicher.

Damit die Wirtschaft einen möglichst geringen Schaden nimmt und die bestehenden Besitzverhältnisse bewahrt werden, wird sie über Lockdowns immer nur soweit heruntergefahren, dass die Überlastung der Gesundheitssysteme und die Covid Todeszahlen, konsensfähig bleiben. Ein Konsens, welcher von wirtschaftlichen Interessen durchzogen ist. Tote werden in Kauf genommen, damit die kapitalistische Wirtschaft lebt.

Die Abwägung zwischen Menschenleben und wirtschaftlicher Profitmaximierung erinnern an die Grundsätze des Sozialdarwinismus. Die Überzeugung, dass sich gesellschaftliche Strukturen am Naturprinzip des “survival of the fittest“ zu orientieren haben, ist der Kern dieser reaktionären Ideologie. Wer zahlt und produziert darf leben, wer kostet und schwach ist, muss sterben.
Der vermeintlich freiheitsstiftende Wirtschaftsliberalismus zeigt sein wahres Gesicht, seine ideologische Nähe zum Rechtsextremismus wird deutlich. Denn diese Theorie war ein Kerngedanke des Faschismus im 20. Jahrhundert. Während vom Staat die nationale Solidarität heraufbeschworen wurde, sollten sich die Leistungsfähigsten durchsetzten. Was damals auf – nach wie vor existierenden – Ideen von “Volk und Rasse” basierte, ist heute an die “Leistungsfähigkeit” im wirtschaftlichen Sinne gekoppelt. Der Markt, welcher durch die Unterdrückung der Arbeitnehmer*innen gestärkt wird, ist Bestandteil dieses Mechanismus.

Ein Beispiel, wie solche Mechanismen auf globaler Ebene sichtbar werden, ist die Produktion und Verteilung der COVID-19 Impfstoffe. Das Privateigentum – ein zentrales Standbein des Kapitalismus – an den Patenten verhindert zurzeit, dass so viele Menschen wie möglich Zugang zum Impfstoff und somit zu einem gesunden Leben haben.

Würde der Impfstoff patentfrei produziert werden, könnte in zahlreichen Fabriken, Laboren und Institutionen die Produktion und die logistische Verteilung der benötigten Ressourcen organisiert werden. So würde möglich, dass mehr Menschen Zugang zur Impfung hätten. Doch die Regierungen blockieren dies im Interesse der Pharmaunternehmen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten wurden zu über 50% aus staatlichen Zuschüssen, also aus den Steuergeldern der Lohnabhängigen finanziert. Doch während weiterhin massenhaft Menschen an Covid-19 sterben, schreiben die Pharmaunternehmen Gewinne im 2-stelligen Milliarden Bereich. Einmal mehr werden unter kapitalistischen Bedingungen die Gewinne privatisiert, und die Verluste sozialisiert.

Alles in allem wird die dem Kapitalismus immanente/innewohnende Ungleichheit, in der Corona-Pandemie sichtbarer. Um dieser Krise zu begegnen, braucht es kollektive Lösungen und tiefgreifende strukturelle Veränderungen. Diese Lösungen müssen antikapitalistisch sein – nur so kann die Individualisierung durchbrochen und Platz für ein solidarisches Miteinander geschaffen werden, in welchem Menschen Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen.
Die Produktions- und Reproduktionsmittel, die für ein selbstbestimmtes Leben notwendig sind, müssen den Kapitalbesitzenden entrissen werden und in die Hände der Lohnabhängigen. Sie wissen am besten was und wieviel produziert werden soll. Sie wissen auch am besten, wie sie für sich und ihre Communitys ein gesundes und sicheres Leben gestalten können. Das weltweite, kollektive Gefühl von Unrecht muss in eine kollektive Utopie kanalisiert werden, anstatt in einem Zustand der Angst und Vereinzelung zu verharren, welcher die bestehende Ordnung zementiert. Denn das Gefühl, das uns allen Unrecht getan wird, ist richtig, doch das Unrecht besteht nicht in den Schutzmassnahmen, sondern im Kapitalismus.

Wir tragen eure Krise nicht! Aus den oben genannten Gründen, und vielen mehr, gehen wir am 27. März 2021 gemeinsam mit Masken auf die Strasse. Um 15:00 auf dem Hardplatz in Zürich! Kommt alle, denn nur gemeinsam sind wir stark!