Communiqué « Fight for Rojava » Demonstration, 28.02.25, Zürich

Fotos vom Kritischen Fotografiekollektiv

Gestern Abend nahmen sich über 400 Internationalist:innen die Strassen Zürichs in Solidarität mit dem revolutionären Projekt in Nordostsyrien, mit Rojava. Die Lage in Rojava ist alles andere als ruhig zurzeit und entsprechend wollten wir auch die Stille hier in Zürich durchbrechen. Die SNA und der türkische Faschismus greifen weiterhin an, sei es beim Tişrîn-Damm oder der Karakozak Brücke. Sei es über Bodenangriffe oder aus der Luft. Der Krieg entwickelt sich Tag für Tag weiter, ein Ende ist bislang noch nicht in Sicht. Doch ein Krieg hat immer verschiedene Parteien. Und so sind es auch die revolutionären Kräfte in Rojava, die dem Gegner nicht nur standhalten, sondern immer wieder auch eigene, erfolgreiche Operationen durchführen. Insbesondere die neuste Fähigkeit selbst den Luftraum mit Drohnen zu nutzen, ist hierbei hervorzuheben. Dies zeigt, dass sich unsere Freund:innen stets weiterentwickeln, nie stehen bleiben und Rojava mit allen Mitteln verteidigen.

Aber auch hier in der Schweiz heisst es Widerstand zu leisten. Hier gibt es viele Verbündete und Finanzierer des türkischen Faschismus, einige davon wurden während der Demonstration markiert. So investiert die Zürcher Kantonalbank in den US-Rüstungskonzern L3-Harris.  L3-Harris wiederum produziert Teile, die sich am Ende in türkischen Drohnen oder israelischen Kampfjets wiederfinden. Anschliessend wurde die AXA-Versicherung besucht. AXA pflegt seit Jahrzehnten eine Verbindung mit dem Pensionskassen-Fond der türkischen Offiziere und ist seither ein mächtiges Werkzeug in den Händen des türkischen Militärs. Während der Demo wurden verschiedene Videos der kurdischen Gerîla und der SDF auf die Häuser Zürichs projiziert.

Vor dem Ende wollten wir beim schmierigen Egge Market an der Feldstrasse vorbei. Verurteilt für Geldwäscherei fungiert der Laden als Umschlagplatz für die Finanzen der faschistischen Strukturen des AKP/MHP-Regimes. Ein Besuch unsererseits war gestern Abend aufgrund des grossen Bullenschutzes nicht möglich.

So lange der türkische faschistische Staat unsere Freund:innen in den Bergen aus der Luft – sei es durch Drohnen oder mit Giftgas angreift, so lange sie Teile von Rojava besetzen und das revolutionäre Projekt weiter bedrohen, so lange sehen wir es als Internationalist*innen unsere Aufgabe, faschistische Akteure aus der Türkei auch hier in der Schweiz anzugreifen.

Hoch die internationale Solidarität – Den Kriegstreibern kein ruhiges Hinterland!

Bijî Berxwedana Rojava!

FIGHT FOR ROJAVA – DEMO ZH

Fight for Rojava – Demo 28.2.25 – 19:00 Ni-una-menos Platz (ehem. Helvetiaplatz) ZH

Der Sturz des Diktators Baschar al-Assad löste eine Dynamik in Syrien aus, von der noch unklar ist, wohin sie führen wird. Beteiligt am Vormarsch der HTS (syrischer Ableger der Al-Qaida) ist auch, die vom Türkischen Staat gesteuerte SNA (Syrische Nationalarmee). Der Türkische faschistische Staat greift zusammen mit seinen Banden, der SNA und HTS, das revolutionäre Projekt Rojava an.

Trotz der andauernden Angriffe leisten die Verteidigungskräfte (YPG/YPJ und SDF) zusammen mit der Bevölkerung unerbitterten Widerstand. So schliessen sich zum Beispiel viele Jugendliche den Selbstverteidigungseinheiten an. Einwohner_innen und Internationalist_innen verteidigen mit Mahnwachen den Tişrîn-Damm, welcher von der Türkei bombadiert wird. Der Widerstand gelingt nicht nur am Boden sondern neuerdings auch mit eigenen Drohen in der Luft.

Aber auch hier heisst es Widerstand zu leisten, um die Revolution in Rojava zu unterstützen und verteidigen. Hier in der Schweiz gibt es viele Verbündete und Finanzierer des türkischen Staates, wie zum Beispiel das Industrie- und Mechatronikunternehmen “Stäubli AG”, welches mit Waffenfirmen und Militärs zusammenarbeitet, oder die “Falken GmbH”, deren Besitzer Murat Şahin Vorsteher der UID Schweiz, einem zentralen Organ der europäischen Arbeit der AKP, ist. Diese gilt es anzugreifen, um ihnen kein ruhiges Hinterland zu bieten. Ebenso gilt es der Bevölkerung und der Gerîla Rojavas unsere Solidarität zu zeigen, indem wir Aktionen und Demonstrationen organisieren oder Kampagnen wie #Drones4Rojava unterstützen.

In Solidarität mit Rojava und im Kampf gegen den türkischen Faschismus nehmen wir uns am 28.02., um 19 Uhr die Strassen Zürichs!

Solidarität mit Rojava! – Es lebe der Widerstand!

⁨WEF-Tourismus in Zürich gestört!

Gestern Nacht verweilten WEF-Gäste auf Einladung von “Schweiz Tourismus” in der Stadt. Sie nächtigten im Hotel Ruby Mimi neben der Urania und flanierten durch das Niederdorf, heute gingen sie nach Dübendorf, um den “Switzerland Innovation Park” anzuschauen, bevor’s dann nach Davos in das gut gesicherte Feindesgebiet am WEF geht. Mit der Störaktion vor und in ihrem Hotel wollen wir ihnen klar mit auf den Weg geben, dass sie bei uns nicht willkommen sind. Aktionsvideo: https://streamable.com/fj96ec

Das WEF erfüllt viele Funktionen für die Herrschenden und Mächtigen, nicht nur für jene internationalen Gäste, die nach Davos geflogen werden, sondern auch für die Bonzen der Schweiz. Immer wird das WEF auch genutzt, um für den “Schweizer Wirtschaftsstandort” (also: die Interessen des Schweizer Kapitals) Werbung zu machen. In diesem Sinne ist diese Touri-Reise des WEF zu verstehen – Vertreter:innen verschiedener internationaler Firmen soll aufgezeigt werden, was der Grossraum Zürich ihnen alles anzubieten hat, damit diese künftig möglichst hier investieren.

Konkret geht’s beim Innovationspark in Dübendorf vor allem um die Automatik- und Robotikindustrie mit Fokus auf die Raumfahrt, also um die Entwicklung hochspezialisierter Technologien und Maschinen. Der Park ist darum eine einzige grosse Schnittstelle zwischen Universitäten (unter anderem sind die ETH, Universität Zürich und EPFL mit an Bord) und etablierten grossen Schweizer Unternehmen (zu den Financiers gehört etwa die UBS, die Economiesuisse oder Swissmem). Was dort heute erforscht und entwickelt wird, soll morgen den Schweizer Standortvorteil gegenüber anderen Ländern sichern und den beteiligten Firmen Profite sichern.

Wir wissen, dass hinter den hohlen Worten der WEF-Bonzen und Innovationstüftler:innen letztlich kapitalistische Anliegen verborgen liegen. Egal wie sie’s drehen und wenden mögen, welche Floskeln sie auch verwenden, letztlich muss der Profit stimmen. Der Fakt, dass die so entwickelten Drohnen etwa auf den Kriegsfeldern dieser Welt eingesetzt werden, ist für sie bestenfalls Nebensache, solang sie bloss profitabel bleibt. Gleiches gilt für die ganze Künstliche “Intelligenz”, die im Grossraum Zürich entwickelt wird, und zum Ersatz oder der Überwachung von Arbeiter:innen genutzt werden soll.

Darum haben wir diesen WEF-Touris mit reichlich Lärm den Abend vermiest. Kommen sie zu uns, dann sind wir gerne bereit, ihnen einen entsprechenden Empfang zu bereiten. Wir tragen ihre Krisen und Kriege nicht, wir (er)tragen sie nicht.

Den Bonzen kein ruhiges Hinterland – Smash WEF!

Aktionsvideo: https://streamable.com/fj96ec

oder auf https://t.me/eurekrise/535

Anti-WEF Winterquartier 2025

Programm

Freitag 17.01.25 – Post Squat ZH

19.00: Zur aktuellen Lage in Rojava,  Situation des Volkskrieges wie der Gerîla
Mit einem speziellen Gast und anhand verschiedener Stimmen aus Rojava werfen wir einen Blick auf den kurdischen Widerstand und versuchen nachzuvollziehen, was für einen Charakter der Volkskrieg in der aktuellen Situation in Nordostsyrien annimmt.

Welche Aufgaben stellen sich dem revolutionären Internationalismus, welche Erkenntnisse gewinnen wir aus dieser Phase für den revolutionären Prozess hier.

Anschliessend: Input zur Anti Wef Demo in Bern vom 18. Januar

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Sonntag 19.01.25 – Post Squat ZH 

13:30: Aktuelle Einschätzungen zum Kampf in Palästina und im Libanon
Der Widerstand in Palästina und im Libanon geht ungebrochen weiter und passt sich neuen Situationen an. Mit einem Gast des «Collective Palestine Vaincra» wollen wir zu einer Einschätzung der Lage und einzelner Kräfte kommen. Ausserdem gibt es Informationen zum Fall von Georges Abdallah und wir empfangenen einen Überraschungsgast.

15.30: Input über aktuelle Lage in Chiapas
Organisierte Autonomie Zürich und Direkte Solidarität mit Chiapas

16.00: Hintergründe und Strategien der militanten Ökologiebewegung in Frankreich mit Soulèvement de la Terre
Mit Genoss_innen des internationalen Komittees von «Soulèvement de la Terre» sprechen wir über die aktuelle Situation der Ökologiebewegung in Frankreich und Europa sowie über verschiedene Interventionsmöglichkeiten von Kollektiven in bewegten Zeiten. Wir fragen nach internationalen Strategien der Bewegung und wie wir uns länderübergreifend vernetzen können.

18.00: Essen und Getränke

18:30: Wettlauf um KI-gesteuerte Waffen- und Analysesysteme
Waffen- und Analysesysteme die teilweise von künstlicher Intelligenz gesteuert werden sind keine Utopie mehr. Wie kann diese Technik das Kräfteverhältnis verändern und wo liegen die strategischen Elemente entlang der Produktions- und Betriebskette?

20.00: Film «We need to take guns»

Der Film portraitiert das International Freedom Battalion (IFB) zur Zeit der Kämpfe gegen den IS in Raqqa 2017. Es sprechen verschiedene rev. Organisationen und Internationalist_innen, die im IFB zusammen kämpfen, über ihre politischen Ideen und die Bedeutung des bewaffneten Widerstands in Rojava.

SMASH WEF – WIR TRAGEN EURE KRIEGE NICHT

Die vergangenen Jahre zeigen in einer kaum zu ertragenden Brutalität, welche Krisen der Kapitalismus mit sich bringt. Das WEF in Davos steht für ein System, das für viele Menschen nur Armut, Ausbeutung und Tod bereithält. Greifen wir es an!

Heraus zur Demo am 18.1.25 um 15:00 in Bern auf dem Bahnhofsplatz! Schreib uns eine Nachricht auf Insta oder Mail für die gemeinsame Anreise.

Programm in Zürich:

  • Bar der Organisierten Autonomie Zürich mit einem historischen Rückblick und aktuellen Infos rund ums WEF, 10.1.25 im Kasama, Militärstr. 87a, 20:00
  • Küche für Alle in der besetzten Post in Wipkingen mit Infos zur Demo in Bern, 12.1.25, Wipkingerplatz 7, 18:30
  • Winterquartier mit Veranstaltungen in der besetzten Post in Wipkingen, ganzes Programm auf aufbau.org, 17./19.1.25
  • SMASH WEF DEMO in Bern, Bahnhofsplatz, 18.1.25, 15:00
  • Know your enemy! Stadtrundgang zu Drohnen und Krieg, 25.1.25, 15:00, Bahnhof Binz

wirtragen@protonmail.com

Rückblick Aktionswoche «Wir tragen eure Kriege nicht – Krieg dem Krieg» 2024

Video-Rückblick: https://vimeo.com/1031356601

Unter der Parole «Wir tragen eure Kriege nicht – Krieg dem Krieg» wurde zu einer Aktionswoche vom 11.–17. November 2024 aufgerufen. Durch mehrere Aktionen und Veranstaltungen während der Aktionswoche wurde die Schweiz als einer der Dreh- und Angelpunkte des globalen Kriegskapitals in den Fokus gerückt.

Die Schweiz mischt bei den Kriegstreibern mit. Sei es die ETH, die Kader des Militärs ausbildet und Software liefert für Kampfdrohnen oder Rüstungsfirmen, die fleissig Munition exportieren. Das Schweizer Parlament schaut dabei nicht tatenlos zu, sondern hat entschieden der Armee vier Milliarden Franken mehr zur Verfügung zu stellen. Ausserdem wird die Zusammenarbeit mit der NATO und der Schweiz verstärkt. Das Ziel dabei ist klar: Die Schweiz soll auf der internationalen Bühne kriegssicher auftreten.

Der Hauptfeind steht im eigenen Land

Die Dienstleistungen von Schweizer Banken und Lieferungen von Rüstungskonzernen ermöglichen viele Kriege. Grosse bürgerliche Medienhäuser unterstützen diese Entwicklung offen. Sie machen keinen Hehl aus ihrem Intersse an der Kriegstendenz, die sich in den Rechtsrutsch ihrer Branche einreiht. So auch die «Neue Zürcher Zeitung», die während der Aktionswoche angegriffen wurde. Seit mehr als 200 Jahren verschreibt sich die NZZ einer liberalen Linie. Ihren Wurzeln in der Bourgeoisie dieses Landes ist sie seit Anfang an treu geblieben. “Eine Zeitung von der Elite für die Elite,” wie es ihr Chefredaktor Eric Gujer gerne beschreibt.

Dass diese Elite nicht unantastbar ist, zeigte sich beim abendlichen Besuch bei einem bekannten Kriegstreiber der FDP mit Feuerwerk und Plakaten. Die NZZ ist staatstragend und konterrevolutionär, was sie immer wieder aufs Neue beweist. Die Meinungsbildung im Sinne der herrschenden Ordnung ist Sinn und Zweck ihres Auftrags. Lobartikel für die NATO wechseln sich mit Statements von Militärpolitiker*innen ab. Es ist ein kläglicher Versuch ihrerseits, so zu tun, als gäbe es nur eine Möglichkeit angesichts kapitalistischer Krise und Kriege, nämlich nach vorne in den Militarismus. Dieser schlägt sich in der Schweiz besonders nieder in der systematischen Abwehr gegen Menschen auf der Flucht von Kriegen. So erleben Geflüchtete in der Schweiz Repression und müssen unter unwürdigen Lebensbedingungen leben. Stellvertretend für dieses System wurde die «ors», eine der grossen Asyllagerverwaltung, in Wipkingen markiert.

Solidarisch kämpfen

Die Maske der Kapitalist:innen, die von «Frieden» im Kapitalismus schwafeln, fällt bei genauerem Hinschauen sofort. Der kapitalistische Frieden, manifestiert allein den Status Quo und verfestigt die herrschenden Machtverhältnisse. Der Kampf gegen den imperialistischen Krieg muss deshalb mit dem Kampf gegen die imperialistischen Kräfte hier verbunden werden. Krieg dem imperialistischen Krieg heisst daher immer auch Kampf für die soziale Revolution. So gab es zahlreiche Aktionen gegen Akteur*innen auf diesem kriegerischen Schauplatz: Sprays und Plakate gegen Google, ETH und Banken.


Dieses ganze System dient nur den Ausbeuter*innen. Krieg zwischen den Klassengeschwistern ist nicht das Ziel; im Gegenteil, er soll für immer abgeschafft werden. Die stärkste Waffe dagegen ist die Solidarität mit der unterdrückten Klasse. Egal, ob man nach Palästina oder Mexiko schaut, nach Kurdistan oder auf die Philippinen: Der Krieg der herrschenden Klasse kann nur durch den revolutionären Krieg gestoppt werden. Wenn die Gewehre schweigen sollen, dann ist der revolutionären Kampf unausweichlich!

Programm zur Aktionswoche “Wir tragen eure Kriege nicht”

Teilt dieses Programm mit euren Freund:innen und nehmt alle an den verschiedene Programmpunkten teil!

Schauen wir nicht zu, wie die Welt in Krieg und Barbarei versinkt. Kriege sind keine Naturkastrophen, sondern Resultat auch hiesiger Interessen: Der Krieg der herrschenden Klasse kann nur durch den revolutionären Krieg gestoppt werden!

Heraus zur Aktionswoche vom 11.-17.11.24!

wirtrageneurekrisenicht.com

Offener Austausch zum Umgang mit Strafbefehlen und Bussen vom 1. Mai 2024!

Nach starken Mobilisierungen auf den Strassen in den letzten Monaten haben die Bullen dieses Jahr am 1. Mai versucht, ihrerseits ein Gegenzeichen zu setzen. Nun bekommen einige, die im Kessel waren, erste Strafbefehle und Bussen. Wahrscheinlich erhalten auch jene, die bis jetzt “nur” einen Verzeigevorhalt in dieser Sache erhielten, bald ähnliches.

Die Strafbefehle haben eine Einsprachefrist von 10 Tagen, deshalb laden wir spontan und schnell zu einem Austauschteffen ein. Dort werden wir besprechen, wie wir mit diesen umgehen werden! Wir werden die Vorschläge und Überlegungen vermitteln, wollen sie aber gemeinsam fällen. Es wäre darum wichtig, wenn Betroffene an die Sitzung kommen oder ihr Freund:innen schickt, wenn ihr selber nicht könnt, aber mitdiskutieren wollt.

Wir lassen uns von den Bullen nicht einschüchtern und lassen niemanden alleine! Ihre Einschüchterung findet bei uns kein Gehör, weil die Bewegung offensiv, kreativ und kollektiv unterwegs ist, weil sie entschlossen und solidarisch vorwärts geht und auch kommende Hürden wie diese jetzt meistern wird.

Schreibt uns auf Instagram https://www.instagram.com/wirtrageneurekrisenicht/ oder eine Mail an wirtragen@protonmail.com für die genaue Zeit und den Ort! Das Treffen wird am Sonntagabend in Zürich stattfinden. Schreibt uns auch, wenn ihr nicht kommen könnt, wir euch aber informieren sollen.

Sprecht mit euren Freund:innen und Genoss:innen darüber, leitet diese Nachricht an andere weiter, die am 1. Mai dabei waren!
Zäme hebe, zäme stah!

Dä Zämeschluss und Rote Hilfe Schweiz

Aktionswoche “WIR TRAGEN EURE KRIEGE NICHT”

Egal wo wir hinschauen, militärische Konflikte und Grausamkeiten intensiveren sich und auch wenn der Krieg nicht in der Schweiz tobt, ist er näher als man denkt. In der Schweiz wird auf Hochtouren die Militarisierung und die Entwicklung von Waffentechnologien vorangetrieben. Von der ETH, die Kader des Militärs ausbildet oder Softwares liefert für Kampfdrohnen über schweizer Frontex-Soldaten bis zu den Rüstungsfirmen, die fleissig Munition exportieren. Das Schweizer Parlament schaut dabei nicht tatenlos zu, sondern hat entschieden der Armee vier Milliarden Franken mehr zur Verfügung zu stellen. Ausserdem wird die Zusammenarbeit mit der NATO und der Schweiz verstärkt. Das Ziel dabei ist klar: Die Schweiz will auf der internationalen Bühne kriegssicher auftreten.
Die Schweiz ist als Finanzplatz ein wichtiger Teil der globalen Aufrüstung und somit einer der Dreh- und Angelpunkte der Profiteure der Kriege. Die Dienstleistungen von Schweizer Banken und Lieferungen von Rüstungskonzernen ermöglichen viele Kriege. Grosse bürgerliche Medienhäuser unterstützen diese Entwicklung offen. Sie machen keinen Hehl aus ihrer Nähe zur Kriegstendenz, die sich in den Rechtsrutsch ihrer Branche einreiht.


DER HAUPTFEIND STEHT IM EIGENEN LAND


Und genau hier, auf vermeintlich neutralem Boden, treffen sich die Mächtigen, Kriegstreiberinnen und Kapitalistinnen aus aller Welt. Die Schweiz will ihnen ein ruhiges Hinterland bieten. In diesem sollen sie sich ungestört austauschen und präsentieren können. Das in Davos jährlich stattfindende World Economic Forum oder die “Friedenskonferenz” in Luzern sind die offensichtliche Manifestation davon. Dabei ist es unsere Aufgabe die Ruhe in ihrem Hinterland zu stören und Sand ins Getriebe der Kriegsmaschinerie zu streuen.
Deshalb kämpfen wir gegen Waffenfabriken, Rüstungsexporte und gegen den Schweizer Staat, der mit seinem Geplänkel von Neutralität und Frieden, als Garant für das Fortbestehen des Kapitalismus funktioniert.

KRIEG DEM KRIEG


Wir Revolutionärinnen kämpfen gegen ihre Kriege, Waffenlieferungen und das Blutvergiessen. Dabei tappen wir jedoch nicht in die Falle bürgerlicher Pazifistinnen, die das Ende des Krieges und einen kapitalistischen Frieden, um des Friedens willen fordern. Der kapitalistische Frieden, manifestiert allein den Status Quo und verfestigt die herrschenden Machtverhältnisse. Unseren Kampf gegen den imperialistischen Krieg müssen wir deshalb mit dem Kampf gegen den Imperialismus und mit dem Kampf für die Revolution verbinden. Krieg dem imperialistischen Krieg heisst daher immer auch Kampf dem Kapitalismus.
Dieses ganze System dient nur den Ausbeuter*innen. Wir wollen keinen Krieg zwischen unseren Klassengeschwistern, er soll für immer abgeschafft werden. Unsere stärkste Waffe dagegen ist die Solidarität. Greifen wir die Feinde hier an und stehen wir Schulter an Schulter mit unseren Klassengeschwistern. Der Krieg der herrschenden Klasse kann nur durch den revolutionären Krieg gestoppt werden. Wenn wir wollen, dass die Gewehre schweigen, müssen wir den revolutionären Kampf führen!


Wir tragen eure Kriege nicht! Krieg dem Krieg! Heraus zur Aktionswoche vom 11.-17. November!

1. Mai 2024

Liebe Arbeiter*innen, Arbeitslose, Illegalisierte, Pensionierte, Schüler*innen und Studierende, liebe Kämpfende

Der 1. Mai ist unser Kampftag und wir rufen dazu auf, uns die Strassen zu nehmen! In Zeiten von Klimakrise, nationalistischem Kriegstaumel, steigenden Femizidraten, zunehmenden Lebenskosten und sinkenden Reallöhnen müssen wir unsere Wut auf das Bestehende und unseren Wunsch nach Veränderung gemeinsam auf die Strasse tragen!

DIE ERZÄHLUNGEN

Seit Jahren erzählt man uns von einem übergreifenden «Wir», einer unbestimmten Solidarität, einem Staat, der uns schützt. Doch diese Erzählung dient in erster Linie einer Verschleierung der Ungerechtigkeiten dieses Systems.

Chef*innen und Arbeiter*innen sind nicht gleich, solange sie nicht gleich verdienen und nicht gleich mitbestimmen. Pflegeangestellte und Pharmakonzerne sitzen nicht im selben Boot, solange die einen Milliarden erwirtschaften, während die anderen mit Applaus abgespeist werden. Solidarität bedeutet nicht, die Armeeaufgaben wegen des Krieges Russlands gegen die Ukraine zu erhöhen und gleichzeitig türkische Giftangriffe auf kurdische Gebiete schweigend hinzunehmen. Solidarität bedeutet nicht, zehntausende Tote in Gaza in Kauf zu nehmen. Ein sozialer Staat schnürt keine Milliardenpakete für die UBS, während er kaum Geld für den Klimaschutz aufwendet und die Krankenkassenprämien erhöht.

In dieser Gesellschaft gibt es kein übergreifendes «Wir», keine unbestimmte Solidarität, kein Staat, der uns schützt. In dieser Gesellschaft gibt es Wenige, die von Klimakrise, Rassismus, Krieg und Tod profitieren und es gibt Viele, die unter dieser Profitgier leiden. Es gibt einen Staat, der die Ordnung der Kapitalismus sichert und diejenigen, welche diese Ordnung zerschlagen. Das einzige «Wir», dass es gibt, ist dasjenige der Klasse, die einzige Solidarität, für die es sich zu kämpfen lohnt, ist diejenige unter den 99%.

DER AUSWEG

Die Rezepte, still zu bleiben und alle regelmässig zu den Wahlen und Abstimmungen gehen, bringen uns nicht genug weit, nicht entscheidend weiter. Es gilt, das zu tun, was die Reichen und Mächtigen durch ihre Erzählungen verhindern wollen: Die Solidarität als unsere Stärke zu begreifen, unsere Masse als Macht zu organisieren und es gilt vor allem zu kämpfen.

Der 1. Mai blickt auf eine stolze Geschichte zurück. Es ist unsere Geschichte, unsere langwierige Kampf-, Leidens-, aber auch Erfolgsgeschichte. Wir, die Ausgebeuteten und Unterdrückten, haben im Laufe unserer Geschichte nie aufgehört, unseren Ausbeutern die Stirn zu bieten. Noch diktieren sie durch Waffen, Knäste, Grenzen und Papiere die bestehende Ordnung. Doch wir haben die Mittel, die Ordnung über den Haufen zu werfen! Wir verrichten die Arbeit, die dieses System am Laufen hält. Wir schaffen ihren Reichtum. Wir haben es in der Hand, ihrem menschenverachtenden System den Hahn abzudrehen!

Jeder einzelne soziale Fortschritt, den die Herrschenden heute gerne für sich beanspruchen, wurde von unseren Vorgänger*innen in oft brutalen Klassenkämpfen erstritten. Von der Abschaffung der Sklaverei, über die 40-Stunden-Woche, das Verbot von Kinderarbeit und die Aufweichung der Kriegsdienstpflicht, bis zu den Rechten von Frauen und queeren Personen und einem Ende der offenen Kolonialpolitik Europas. Wenn es nach den Herrschenden ginge, hätten wir nichts davon.

Und auch in den aktuellen Kämpfen gegen geschlechtliche und sexuelle Diskriminierung, gegen die Klimakatastrophe und die Ausbeutung des globalen Südens zeigt sich, dass Kämpfen der einzige Ausweg ist: Die Jugend, Indigene und FTIQ (Frauen, trans, inter und genderqueere Menschen) gehen hierbei mit grossen Schritten voran. FTIQ lehnen sich im Iran unter Einsatz ihres Lebens gemeinsam mit vielen anderen gegen das Mullah Regime auf. Junge Palästinenser*innen leisten seit Jahrzehnten militanten Widerstand gegen die israelische Apartheid und seit mehr als einem Jahrzehnt kämpfen Menschen der Wet’suwet’en Nation in Kanada gegen die Coastal-GasLink-Pipeline.

DIE ZUKUNFT

Wenn wir am internationalen Kampftag der Arbeiter*innenklasse auf die Strasse gehen, dann tun wir dies Schulter an Schulter mit unseren Genoss*innen in aller Welt. In Erinnerung an alle Kämpfe, die notwendig waren, um hierher zu gelangen. Und im Bewusstsein, dass die Kämpfe hier in der Schweiz, hier in Zürich verbunden gehören mit all jenen auf der ganzen Welt.

Dieser Tag ist keiner des Festes, eine 1. Mai-Demo kein fröhlicher Umzug durch das Herzen des Kapitalismus. Der 1. Mai bedeutet kein Akzeptieren der Gentrifizierung, kein Akzeptieren von Krieg, kein Akzeptieren der klimazerstörenden Investitionen von Glencore oder UBS, kein Akzeptieren der rassistischen Polizei. Der 1. Mai bedeutet, dass wir unsere Vorstellungen der besseren Welt in einer konsequenten Ablehnung des Bestehenden formulieren. Er bedeutet, dass wir die Exponenten des Kapitals hier im Herzen des Kapitalismus angreifen, dass wir uns mit Palästina und Kurdistan nicht bei Bier und Wurst solidarisieren, sondern im konkreten Kampf auf der Strasse. Ein revolutionärer 1. Mai bedeutet, die  Hoffnung auf eine bessere Welt Schulter an Schulter fassbar zu machen.

Liebe Kämpfende, lasst uns am 1. Mai die Botschaft des gemeinsamen Kampfes gegen Krieg, Unterdrückung und Ausbeutung auf die Strassen tragen!