
Die Pandemie bringt den Kapitalismus weltweit in eine ernste Lage, sie fordert weltweit noch immer täglich abertausende Menschenleben. Die Unternehmen wollen die Produktion und damit die Quellen ihres Profits um jeden Preis aufrecht erhalten; für die arbeitenden Menschen bedeutet das Elend und Tod. Die Devise ist klar: Fast alle gehen weiterhin arbeiten und setzen sich damit ständig einem Ansteckungsrisiko aus, die staatlichen Pandemiemassnahmen bleiben im Wesentlichen bei der Einschränkung des freizeitlichen Lebens. Diese Politik führt dazu, dass die Pandemie immer weitergeschleppt wird und so weiterhin unzählige Todesopfer fordert.Wir sind nicht alle im gleichen BootWährend des ersten Lockdowns haben die Behörden und die Medien ohne Pause von Solidarität gesprochen. Gemeint war damit, dass die Bewältigung der Pandemie nach unten delegiert wird. Gleichzeitig mussten bei anhaltend hohen Ansteckungszahlen Risikopatient*innen oder deren Nächste weiterarbeiten und ihre Gesundheit riskieren. Die Gesundheit der Lohnabhängigen und insbesondere von Armut betroffenen Personen ist in einer Pandemie am meisten gefährdet. So können viele Jobs im Niedriglohnsektor nicht ins Home Office verschoben werden. Auch enge Wohnverhältnisse machen Ansteckungen wahrscheinlicher. Dazu kommt, dass proletarische Menschen oft nur beschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung und vollwertiger Ernährung haben –sie müssen also bei einer Ansteckungmit schlimmeren Folgen rechnen. Der Bund hat 2018 massive Sparmassnahmen im Gesundheitswesen durchgesetzt und dabei beispielsweise eine Ethanolreserve von 8000 bis 10’000 Tonnen aufgelöst. Diese Menge hätte gemäss Experten während dem Desinfektionsmangel in der Schweiz problemlos die Versorgung decken können. Der Grund für die Vernichtung des Ethanols war die Privatisierung der eidgenössischen Alkoholverwaltung. Die Pandemie trifft auf ein völlig an die Wand gefahrenes Gesundheitswesen, die Folgen sind medizinische Unterversorgung und unzumutbare Arbeitsbedingungen für das Gesundheitspersonal. Während dem machen Kapitalverbände wie etwa die Economiesuisse Druck auf den Staat, damit die Schutzmassnahmen ja nicht die Profite gefährden. Für die Reichsten geht die Rechnung auf: Multinationale Unternehmen machten in dieser Krise mächtig Kohle. Jeff Bezos, Bill Gates, Elon Musk und Mark Zuckerberg sind nur eine kleine Auswahl der Profiteure in der aktuellen Pandemie. Deren Vermögen stiegen von Anfang April bis Ende Juli 2020 um circa 40 Prozent an.Die Krise wird auf unseren Rücken ausgetragen. Es hat sich schnell gezeigt, dass auch die Entwicklung und Verteilung der Impfstoffe ganz nach den Regeln des Kapitalismus abläuft: Die Pharmaunternehmen lassen sich vom Staat die Forschung finanzieren, die Patente und die Gewinne behalten sie. Statt möglichst rasch weltweit die nötigen Impfstoffe bereitzustellen, hortet die Pharmaindustrie die Patente und verkauft an die Zahlungskräftigen. Die EU hat sich beispielsweise einen Riesenanteil der verfügbaren Impfdosen sichergestellt, während ärmere Regionen leer ausgehen. Damit setzt sich die Pandemie global immer weiter fort, und dies auf dem Rücken der Armen. FLINT*-Personen welche den grössten Teil der Care-Arbeit leisten, kannten die Ausbeutung schon vor der Krise. Genauso führte der strukturelle Rassismus schon immer zu schlechten Arbeits-, Wohn-und Lebensbedingungen überhaupt für migrantische Personen in der Schweiz. Ausbeutung, Racial Profiling, Illegalisierung, Inhaftierung, Ausschaffungen waren schon vor der Krise Realität, die Bedingungen in Notunterkünften wie zum Beispiel in Urdorf in Zürich waren schon immer unmenschlich –Corona verschärft die Bedingungen schlicht noch mehr. Davon profitieren jederzeit die Kapitalist*innen, sei es durch Gewinne in privaten Kliniken, durch Steuerersparnisse, durch die rassistische Spaltung der arbeitenden Klasse oder einfach durch tiefe Löhne. Während also die Situation der Arbeiter*innen immer schlechter wird, klingeln bei den Reichen die Kassen. Wir tragen eure Krise nicht!
Aus den oben genannten Gründen, und vielen mehr, gehen wir am 27. März 2021 gemeinsam mit Masken aufdie Strasse. Um 15:00 auf dem Hardplatz in Zürich! Kommt alle, denn nur gemeinsam sind wir stark!
