Communiqué zur SMASH WEF Demo in Zürich

Am Montag 19.1.26 nahmen sich über 3000 Menschen die Strasse, über tausend davon schlossen sich dem revolutionären Block an, um gegen das WEF zu demonstrieren. Der Schweizer Staat bietet dem WEF ein ruhiges Hinterland, Profitgeier und Mörder können sich dabei ungestört austauschen und vernetzen.

Über verschiedene Vorfeld-Aktionen, Veranstaltungen am Winterquartier und einer Demonstration in Bern, gipfelte die Kampagne heute Abend in der Demonstration am Bürkliplatz.

Der revolutionäre Block der Demonstration war geprägt von selbstbestimmter Stimmung und Solidarität mit den kämpfenden Völkern weltweit. So gab es Interventionen gegen den imperialistischen Einmarsch der USA in Venezuela, vor dem gehängten Transparent wurde am Limmatquai die Flagge der Imperialisten verbrannt. Weiter gab es entlang der Route Farbangriffe gegen verschiedene Banken wie Raiffeisen, Crédit Agricole und UBS sowie den Nespresso Laden und das TX Gebäude. Gründe dafür finden sich viele. Alle sind sie Mitglied der illustren Liste der strategischen Partner des WEF. Die TX-Gruppe verklärt Femizide als Einzelfälle und begeht so Täter-Opfer Umkehr. Gezielt wurde auch der Laden der Automarke Cadillac an der Bahnhofstrasse angegriffen. Die Luxusautomarke stellt die Auto-Flotte des US-Präsidenten. Donald Trump lässt sich auch im extra eingeflogenen Cadillac in Davos herumkutschieren.

Die verschiedenen Aktionen zeigten, dass wir die Heuchelei und Doppelzüngigkeit des WEFs benennen und schlicht zum Ausdruck bringen: Wir machen ihren Dreck nicht mit! Weder ihre Kriege, noch ihre Aufrüstung, ihre Naturkatastrophen, ihre Faschisierung, ihr Autoritarismus, ihre Hetze gegen unten, ihren Sozialabbau, ihren Chauvinismus, etc.

Im Anschluss der Demonstration kam es zu einer weiteren selbstbestimmten Demonstration mit einer Platzbesetzung, getragen von der kurdischen Freiheitsbewegung zusammen mit revolutionären Kräften. Nach den Angriffen der dschihadistischen Kräfte angeführt von HTS und Al-Jolani auf die kurdischen Staddteile Aleppos, greifen sie nun auch Rojava an. Die anschliessende spontane Mobilisierung unterstreicht die Dringlichkeit, mit welcher es sich jetzt zu organisieren gilt. Die kurdische Freiheitsbewegung und speziell das revolutionäre Projekt Rojava müssen jetzt unterstützt und verteidigt werden. So wurde die Kasernenstrasse über eine Stunde besetzt und erst als die Bullen massiv Tränengas, Gummischrot sowie Wasserwerfer einsetzte, bewegten sich die Massen über den Stauffacher zurück zum Ni-Una-Menos-Platz (ehem. Helvetiaplatz). Trotz dieser Eskalation der Bullen verteidigte sich die kämpferische Demonstration und löste sich selbstbestimmt auf.

Zum Schluss sei gesagt: Wenn Trump mit seiner hundertköpfigen Delegation anreist, nehmen wir das zum Anlass, um uns dem US-Imperialismus in den Weg zu stellen. Wenn der türkische Staat Minister schickt, um Handelsverträge abzuschliessen, dann solidarisieren wir uns mit Rojava und allen, die den reaktionären türkischen Staat angreifen. Wenn der israelische Staat seine “innovativen” Rüstungsfirmen schickt, dann greifen wir diese an und solidarisieren uns mit dem palästinensischen Volk und seinem Widerstand. Wenn die Bundesräte Cassis und Keller-Suter in den Davoser Bergen heuchlerisch Hände schütteln, um die Diplomatie zu pflegen, dann kämpfen wir umso entschlossener für eine Gesellschaft, in der nicht ihr Profit, sondern die Freiheit aller Unterdrückten im Zentrum steht.

Verbinden wir unsere Kämpfe für eine revolutionäre Perspektive!

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