
Bullendemonstration legt Bahnhof lahm!
Am Samstag. dem 17.1. versammelten sich unter der Parole «Smash WEF – Kampf dem Kapital bis unser Frieden siegt» mehrere hundert Menschen auf dem Bahnhofplatz Bern. Dies obwohl viele von uns aufgrund der grossflächigen Abriegelung der Innenstadt den Treffpunkt nicht erreichten. Das Ziel war, unsere Wut auf die Herrschenden, die sich in Davos anlässlich des WEFs treffen, auf die Strasse zu tragen. Doch Alec von Graffenried will sich dem rechten Trend anschliessen und eine rigorose Law and Order Politik in Bern durchsetzen, passend zur allgemeinen politischen Arschkriecherei gegenüber den erstarkenden faschistischen Kräften. Die Stadt war stundenlang von Bulleneinheiten, nicht nur aus Bern, sondern auch aus dem Waadtland, Genf, Baselland und -stadt, Zürich, Aargau und sogar dem Tessin, besatzt. Es ist schwierig abzuschätzen, wie viele Millionen dieser Einsatz gekostet hat. Auch ist ein anderes Szenario, das zu so grossen Verkehrsstörungen geführt hätte, kaum vorstellbar. Was ein Macher, Alec! Aura tot.
Während sie hier mit ihrer Nullpolitik beschäftigt waren, wurde in Davos das US-Militär postiert, um den Oberbehfehlshaber des US-Imperialismus mit Handkuss zu empfangen. Es macht eigentlich nur Sinn, dass wir einmal mehr zum Feind erklärt, eingekesselt, geprügelt und festgenommen wurden. Denn die schweizer Politik war schon immer darauf ausgerichtet, sich an Kriegen und Krisen überall auf der Welt zu bereichern. So scheint es hier kein Problem zu sein, wenn Politiker*innen und Präsidenten, die Genozide ermöglichen, den Wirtschaftsbossen, die daran verdienen, die Hände schütteln. Hauptsache alles geht ruhig über die Bühne und die Schweiz profiliert sich als ruhiges Hinterland der grossen Kapital- und Kriegsinteressen.
Anstatt nationale Aufrüstung auszudehnen und auf nationale militärische Einheiten zu vertrauen, anstatt zugunsten einer angeblich starken Armee Sozialabbau zu betreiben, wollen wir gegen die Ursachen von Krieg und Elend kämpfen. Als revolutionäre Kräfte müssen wir zusammenstehen und dieser Kriegstreiberei ein Ende setzen. Es gilt, Solidarität aufzubauen, statt abzubauen. Es gilt, die Unterdrückten weltweit zu vereinen im Kampf für eine gemeinsame Zukunft.
Die Demonstration vom Samstag in Bern reiht sich ein in eine Bewegung des Widerstands gegen das WEF in der Schweiz. Gleichzeitig wie in Bern demonstriert wurde, wanderten über 300 Menschen nach Davos unter der Parole «Strike WEF». Mehrere hundert Personen fanden sich in Bern und Zürich zum Winterquartier ein und diskutierten über kapitalistische Krisen und revolutionäre Antworten. Zudem findet am Montagabend, dem 19.01.2026, eine Demonstration auf dem Bürkliplatz in Zürich statt.
Es gilt, den Kapitalismus zu zerschlagen.
Kämpfen wir heute für die Welt von morgen.
Für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Krieg!
Kampf dem Kapital bis unser Frieden siegt!
Wieso gegen das WEF demonstrieren?
Wieso gegen das WEF demonstrieren?
Das WEF gibt den politischen und ökonomischen Akteur*innen des Kapitals einen Raum, in dem sie sich gemäss ihrer Klasseninteressen vernetzen und Pläne schmieden. Die verschärfte Konkurrenz zwischen Staaten und Wirtschaftsvertreter*innen verunmöglichen jedoch Lösungen, die für alle Kapitalist*innen annehmbar wären. Nur in einem sind sie sich einig: Die Krisen sollen auf dem Buckel der unterdrückten Klasse ausgetragen werden. Für die Profite von oben muss unten geblutet werden.
Dieser Klassenkampf von oben wird in Davos am WEF organisiert und findet seinen Ausdruck in Kriegen und der Faschisierung der Gesellschaft.