Rückblick Aktionswoche «Wir tragen eure Kriege nicht – Krieg dem Krieg» 2024

Video-Rückblick: https://vimeo.com/1031356601

Unter der Parole «Wir tragen eure Kriege nicht – Krieg dem Krieg» wurde zu einer Aktionswoche vom 11.–17. November 2024 aufgerufen. Durch mehrere Aktionen und Veranstaltungen während der Aktionswoche wurde die Schweiz als einer der Dreh- und Angelpunkte des globalen Kriegskapitals in den Fokus gerückt.

Die Schweiz mischt bei den Kriegstreibern mit. Sei es die ETH, die Kader des Militärs ausbildet und Software liefert für Kampfdrohnen oder Rüstungsfirmen, die fleissig Munition exportieren. Das Schweizer Parlament schaut dabei nicht tatenlos zu, sondern hat entschieden der Armee vier Milliarden Franken mehr zur Verfügung zu stellen. Ausserdem wird die Zusammenarbeit mit der NATO und der Schweiz verstärkt. Das Ziel dabei ist klar: Die Schweiz soll auf der internationalen Bühne kriegssicher auftreten.

Der Hauptfeind steht im eigenen Land

Die Dienstleistungen von Schweizer Banken und Lieferungen von Rüstungskonzernen ermöglichen viele Kriege. Grosse bürgerliche Medienhäuser unterstützen diese Entwicklung offen. Sie machen keinen Hehl aus ihrem Intersse an der Kriegstendenz, die sich in den Rechtsrutsch ihrer Branche einreiht. So auch die «Neue Zürcher Zeitung», die während der Aktionswoche angegriffen wurde. Seit mehr als 200 Jahren verschreibt sich die NZZ einer liberalen Linie. Ihren Wurzeln in der Bourgeoisie dieses Landes ist sie seit Anfang an treu geblieben. “Eine Zeitung von der Elite für die Elite,” wie es ihr Chefredaktor Eric Gujer gerne beschreibt.

Dass diese Elite nicht unantastbar ist, zeigte sich beim abendlichen Besuch bei einem bekannten Kriegstreiber der FDP mit Feuerwerk und Plakaten. Die NZZ ist staatstragend und konterrevolutionär, was sie immer wieder aufs Neue beweist. Die Meinungsbildung im Sinne der herrschenden Ordnung ist Sinn und Zweck ihres Auftrags. Lobartikel für die NATO wechseln sich mit Statements von Militärpolitiker*innen ab. Es ist ein kläglicher Versuch ihrerseits, so zu tun, als gäbe es nur eine Möglichkeit angesichts kapitalistischer Krise und Kriege, nämlich nach vorne in den Militarismus. Dieser schlägt sich in der Schweiz besonders nieder in der systematischen Abwehr gegen Menschen auf der Flucht von Kriegen. So erleben Geflüchtete in der Schweiz Repression und müssen unter unwürdigen Lebensbedingungen leben. Stellvertretend für dieses System wurde die «ors», eine der grossen Asyllagerverwaltung, in Wipkingen markiert.

Solidarisch kämpfen

Die Maske der Kapitalist:innen, die von «Frieden» im Kapitalismus schwafeln, fällt bei genauerem Hinschauen sofort. Der kapitalistische Frieden, manifestiert allein den Status Quo und verfestigt die herrschenden Machtverhältnisse. Der Kampf gegen den imperialistischen Krieg muss deshalb mit dem Kampf gegen die imperialistischen Kräfte hier verbunden werden. Krieg dem imperialistischen Krieg heisst daher immer auch Kampf für die soziale Revolution. So gab es zahlreiche Aktionen gegen Akteur*innen auf diesem kriegerischen Schauplatz: Sprays und Plakate gegen Google, ETH und Banken.


Dieses ganze System dient nur den Ausbeuter*innen. Krieg zwischen den Klassengeschwistern ist nicht das Ziel; im Gegenteil, er soll für immer abgeschafft werden. Die stärkste Waffe dagegen ist die Solidarität mit der unterdrückten Klasse. Egal, ob man nach Palästina oder Mexiko schaut, nach Kurdistan oder auf die Philippinen: Der Krieg der herrschenden Klasse kann nur durch den revolutionären Krieg gestoppt werden. Wenn die Gewehre schweigen sollen, dann ist der revolutionären Kampf unausweichlich!

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